Nirgends wächst die Bürokratie pandemischer als in der "Gesund"heitsheitsdirektion von FDP Regierungsrat Heiniger in Zürich

Arbeit lässt sich wie Gummi dehnen, um die Zeit auszufüllen, die für sie zur Verfügung steht. Von dieser Erkenntnis ging Mr.
Parkinson aus, als er nach langjähriger Untersuchung der Materie seine berühmten beiden Lehrsätze formulierte, die für jedes Büro der Welt gelten:

  1. Jeder Beamte und Angestellte wünscht die Zahl seiner Untergebenen, nicht aber die Zahl seiner Rivalen zu vergrössern.
  2. Beamte oder Angestellte schaffen sich gegenseitig Arbeit.
Der Verwaltungskörper wächst auch dann, wenn die zu verwaltenden Dinge abnehmen. Das erläuterte Parkinson an Hand folgender Tabelle; sie stammt aus dem Bereich der Königlich-Britischen Marine aus dem Jahr 1930:

Jahr
Grosskampfschiffe im Dienst
Offiziere und Matrosen der Royal Navy
Werftbeamte und Angestellte
Beamte in der Admiralität
1914
62
146‘000
3249
2000
1929
20
100‘000
4588
3569
Zu- und Abnahme
-67.74%
-31.5%
+40.28%
+78.45%

Laut Parkinson entwickelt sich der Angestelltenstab in jeder Verwaltung nach der Formel

x = 2k hoch m + L über n

Dabei ist k die Zahl der Angestellten, die Beförderung anstreben, indem sie neue Untergebene einstellen; L die Differenz zwischen dem Alter der Einstellung und dem Alter der Pensionierung; m die Anzahl der Arbeitsstunden pro Person, die der Anfertigung von Memoranden (heute eMail) im internen Büroverkehr dienen, und n die Zahl der Verwaltungseinheiten, die vom Personal des Büros tatsächlich erledigt werden. x ist die Zahl der neuen Angestellten, die von Jahr zu Jahr angeheuert werden müssen. Nach Parkinson beträgt die Zunahme des Personals ohne Rücksicht auf die Variationen der Arbeitsmenge zwischen 5.17 und 6.56%. Er geht sogar so weit zu behaupten, dass die Kernaufgaben auch ganz wegfallen könnten, ohne dass die Verwaltung deshalb schrumpfen würde. In modernen Verwaltungen wurden neue Begriffe eingeführt, wie z. B. Controlling, Neue Steuerungsmodelle, betriebswirtschaftliche Kennzahlen usw. Dabei steigt oft der Anteil des Personals in diesen Arbeitsbereichen, während für die eigentlichen Kernaufgaben das Personal stagniert oder gar sinkt.

Parkinsons Gesetz wurde erstmals veröffentlicht 1955 in The Economist Nr. 5856 vom 19. November 1955 (Bd. 177 S. 635–637)